Meine zweite Heimat: Das Inselreich

Durch meine Heirat im Jahre 1995 habe ich eine tiefe Bindung zu diesem Land, deren Familienstrukturen und Verhaltensweisen. Als Erstgeborene ist meine Frau eine Familien-Verantwortliche im Sinne der Tradition, in diese Rolle bin ich durch den Tod des Vaters mit hineingegangen. Diese Thematik wird in meinen Romanen angeschnitten.



Tagalog ist die Hauptsprache auf den Philippinen. Als Bibellehrer (www.jw.org) sprechen meine Frau und ich diese Sprache heute gemeinsam. Es gibt aber noch ca. 90 weitere Dialekte in dem Land der über 7600 Inseln, z.B. Hiligaynon, die Sprache, die meine Frau als ihre Muttersprache spricht.  

Im Januar/Februar 2020 baute ich zusammen mit meiner Frau das ARTS HOUSE in Aglanot, Provinz in Capiz



2017 lernte ich den bekannten Künstler Momo Dalisay in Lawigan, Antique, kennen, der zusammen mit Gleichgesinnten in einer kleinen Gemeinschaft am Strand lebt und arbeitet. Wir diskutierten unterschiedlichste Gedanken über die philippinische Kultur und die Möglichkeit, sie in Kunst darzustellen.


Das Wechselspiel zwischen Küsten, Bergregionen und Städten in ihrer Vielfältigkeit, zusammen mit so vielen liebenswerten Begegnungen unter den Menschen durfte ich durch bereits 15 Reisen erleben.

Meine Romane enthalten keine Alltagsgeschichten, bei denen die Philippinen einfach mal als Ort des Geschehens übergestülpt wurden. Die Denkweisen, kulturellen Besonderheiten, die Leidenschaften sehr gefühlvoller Menschen, ihre Art der Auseinandersetzungen unter den Gesellschaftsregeln, ihre Liebesbekundungen, Interaktionen und die um sie existierenden Probleme eines von früherer Kolonialisierung und Intervention geprägten Landes kennzeichnen alle meine Werke. Die in vielen Fällen mir bekannten falschen oder einseitigen Ansichten über dieses Land haben mich bewogen, die positiven und tiefen Aspekte im Leben dieser Menschen bewusst zu machen, ohne zu verklären oder kontroverse Themen zu verharmlosen. In meinen Büchern werden keine Wertungen oder politischen Statements angeführt.